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Jobs als Physiotherapeut

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Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten helfen Menschen, Beweglichkeit und Kraft nach Verletzungen, Operationen oder bei chronischen Erkrankungen zurückzugewinnen. Der Beruf zählt laut Bundesagentur für Arbeit zu den Engpassberufen.

Offene Stellen
11
Anforderungsniveau
Spezialist
Berufsbereich
Gesundheit & Pflege

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Gehalt Physiotherapeut

Medianentgelt (Vollzeit, brutto/Monat) 2025

3.452 €

Spanne: 2.928 € – 4.062 € (mittlere 50 %)

Gehalt nach Bundesland und Großstadt
Berlin3.848 €
Hamburg3.708 €
Baden-Württemberg3.521 €
Hessen3.500 €
Nordrhein-Westfalen3.498 €
Bayern3.489 €
Schleswig-Holstein3.461 €
Rheinland-Pfalz3.442 €
Brandenburg3.433 €
Niedersachsen3.373 €
Saarland3.371 €
Mecklenburg-Vorpommern3.243 €
Sachsen-Anhalt3.204 €
Sachsen3.100 €
Thüringen3.096 €
München3.876 €
Düsseldorf3.685 €
Köln3.606 €
Dortmund3.601 €
Essen3.479 €

Quelle: Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Stichtag 31.12.2025; KldB 81713, Anforderungsniveau Spezialist. Sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigte.

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11 Stellenangebote gefunden für "Physiotherapeut"

Berufsprofil Physiotherapeut

Aktualisiert am 26.09.2026

Was macht ein Physiotherapeut?

Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten behandeln Menschen, deren Bewegungsfähigkeit durch Unfall, Operation, Krankheit, Fehlhaltung oder Alter eingeschränkt ist. Mit gezielten Übungen, manuellen Techniken und physikalischen Anwendungen lindern sie Schmerzen, bauen Muskulatur auf, verbessern Koordination und Gleichgewicht und fördern die Selbstständigkeit ihrer Patientinnen und Patienten im Alltag.

Grundlage der Behandlung ist in der Regel eine ärztliche Heilmittelverordnung. Innerhalb dieses Rahmens untersuchen Physiotherapeuten selbst, stellen einen physiotherapeutischen Befund und entscheiden, mit welchen Methoden sie arbeiten. Die Berufsbezeichnung ist gesetzlich geschützt: Nur wer die staatliche Prüfung bestanden und die Erlaubnis erhalten hat, darf sich Physiotherapeut nennen. Die frühere Bezeichnung „Krankengymnast“ wurde 1994 durch das Masseur- und Physiotherapeutengesetz abgelöst, ist im Sprachgebrauch aber noch verbreitet.

Aufgaben im Arbeitsalltag

  • Befund und Therapieplanung: Beweglichkeit, Kraft, Haltung und Schmerzverhalten untersuchen, Therapieziele festlegen und den Verlauf dokumentieren.
  • Krankengymnastik: aktive und passive Übungen anleiten, etwa nach Gelenkersatz, Bandscheibenvorfall oder Sportverletzung.
  • Manuelle Techniken: Gelenke mobilisieren, Weichteile behandeln, bei entsprechender Fortbildung Manuelle Therapie oder Lymphdrainage durchführen.
  • Neurologische Behandlung: Menschen nach Schlaganfall, mit Multipler Sklerose oder Parkinson mit Konzepten wie Bobath oder PNF fördern.
  • Physikalische Anwendungen: Wärme, Kälte, Elektrotherapie oder Massage ergänzend einsetzen.
  • Beratung und Prävention: Heimübungsprogramme erklären, zu Ergonomie und Bewegung beraten, Rückenkurse oder Gerätetraining betreuen.

In der ambulanten Praxis folgen meist Einzeltermine im Takt von 20 bis 30 Minuten aufeinander. In Kliniken und Reha-Einrichtungen arbeiten Physiotherapeuten eng mit Ärzten, Ergotherapeuten und Pflege zusammen, betreuen Patienten auch am Bett und leiten Gruppentherapien an. Haus- und Heimbesuche gehören in vielen Praxen fest dazu.

Ausbildung und Voraussetzungen

Der Regelweg ist eine dreijährige schulische Ausbildung an einer staatlich anerkannten Berufsfachschule für Physiotherapie. Sie verbindet theoretischen Unterricht, etwa in Anatomie, Physiologie, Krankheitslehre und Bewegungslehre, mit praktischen Einsätzen in Krankenhäusern, Reha-Kliniken und Praxen. Am Ende steht eine staatliche Prüfung mit schriftlichem, mündlichem und praktischem Teil. Anders als bei dualen Ausbildungen gibt es häufig keine Ausbildungsvergütung. An privaten Schulen wurde lange Schulgeld verlangt, inzwischen haben jedoch viele Länder das Schulgeld abgeschafft oder übernehmen es.

Daneben gibt es Bachelorstudiengänge in Physiotherapie, teils ausbildungsbegleitend, teils als primärqualifizierende Modellstudiengänge. Eine Reform des Berufsgesetzes, die unter anderem Schulgeldfreiheit, eine Ausbildungsvergütung und eine teilweise Akademisierung vorsieht, wird seit Jahren politisch diskutiert.

Voraussetzung für die Ausbildung ist in der Regel ein mittlerer Schulabschluss, alternativ ein Hauptschulabschluss mit abgeschlossener Berufsausbildung. Hinzu kommen gesundheitliche Eignung, körperliche Belastbarkeit, gutes Körpergefühl, Einfühlungsvermögen und Freude an der Arbeit mit Menschen jeden Alters.

Weiterbildung und Karriere

Fortbildung ist in der Physiotherapie fester Bestandteil des Berufslebens. Besonders gefragt sind die sogenannten Zertifikatspositionen, die mit den Krankenkassen gesondert abgerechnet werden können: Manuelle Therapie, Manuelle Lymphdrainage, gerätegestützte Krankengymnastik sowie neurophysiologische Konzepte wie Bobath, PNF oder Vojta. Wer diese Qualifikationen besitzt, ist für Praxen besonders attraktiv.

Weitere Wege führen in die Sportphysiotherapie, Osteopathie, Atemtherapie, Beckenboden- oder Kindertherapie. Mit der sektoralen Heilpraktikererlaubnis für Physiotherapie dürfen Physiotherapeuten auch ohne ärztliche Verordnung behandeln. Karriereoptionen sind die fachliche Leitung einer Therapieabteilung, die eigene Praxis mit Kassenzulassung oder eine Tätigkeit als Lehrkraft an einer Physiotherapieschule. Ein Bachelor- oder Masterstudium öffnet zudem Türen in Forschung, Management und Lehre.

Arbeitsmarkt und Perspektiven

Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten werden bundesweit gesucht. Die Berufe in der Physiotherapie zählen laut Fachkräfteengpassanalyse 2025 der Bundesagentur für Arbeit zu den Engpassberufen auf Spezialistenebene: Offene Stellen bleiben lange unbesetzt, Arbeitslosigkeit ist in diesem Beruf selten. Die alternde Bevölkerung, mehr orthopädische Eingriffe und das wachsende Bewusstsein für Prävention sorgen für anhaltende Nachfrage. Wie sich der Arbeitsmarkt insgesamt entwickelt, zeigt die Übersicht zur Arbeitslosenquote.

Typische Arbeitgeber sind physiotherapeutische Praxen, Krankenhäuser, Reha-Kliniken, Sportvereine und Fitnesseinrichtungen, Pflegeheime, Einrichtungen für Menschen mit Behinderung sowie Unternehmen im betrieblichen Gesundheitsmanagement. Teilzeit ist weit verbreitet, viele Praxen bieten flexible Arbeitszeiten, Fortbildungsbudgets oder Dienstfahrzeuge für Hausbesuche. Die aktuellen Gehaltsdaten aus dem Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit finden Sie oben auf dieser Seite, was davon netto bleibt, zeigt der Brutto-Netto-Rechner.

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Ausbildung zum Physiotherapeuten?

Die Ausbildung an einer Berufsfachschule dauert in Vollzeit drei Jahre und endet mit einer staatlichen Prüfung. Einige Schulen bieten auch längere Teilzeitmodelle an. Ein Bachelorstudium dauert meist drei bis vier Jahre.

Was ist der Unterschied zwischen Physiotherapeut und Krankengymnast?

Inhaltlich keiner. Krankengymnast war die frühere Berufsbezeichnung. Seit dem Masseur- und Physiotherapeutengesetz von 1994 heißt der Beruf offiziell Physiotherapeut, die Krankengymnastik ist eine der Behandlungsformen.

Dürfen Physiotherapeuten ohne ärztliche Verordnung behandeln?

Für Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen ist eine ärztliche Verordnung nötig. Selbstzahler können präventive Angebote wie Rückenkurse ohne Verordnung buchen. Wer Heilbehandlungen eigenständig anbieten möchte, braucht die sektorale Heilpraktikererlaubnis für Physiotherapie.

Welche Fortbildungen lohnen sich besonders?

Gefragt sind vor allem Manuelle Therapie, Manuelle Lymphdrainage und neurologische Konzepte wie Bobath oder PNF, weil diese Leistungen gesondert abgerechnet werden. Auch Sportphysiotherapie und gerätegestützte Krankengymnastik erhöhen die Chancen.

Wo finde ich aktuelle Stellen als Physiotherapeut?

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