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Jobs als Schweißer

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Schweißer verbinden Metallteile dauerhaft miteinander – im Stahlbau, Rohrleitungsbau, Fahrzeugbau oder in der Industrie. Gefragt sind vor allem nachweisbare Schweißerprüfungen.

Offene Stellen
3
Anforderungsniveau
Fachkraft
Berufsbereich
Produktion & Metall

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Gehalt Schweißer

Medianentgelt (Vollzeit, brutto/Monat) 2025

3.843 €

Spanne: 3.209 € – 4.607 € (mittlere 50 %)

Gehalt nach Bundesland und Großstadt
Hamburg5.008 €
Schleswig-Holstein4.310 €
Baden-Württemberg4.226 €
Saarland4.165 €
Bremen4.001 €
Nordrhein-Westfalen3.940 €
Rheinland-Pfalz3.938 €
Niedersachsen3.925 €
Hessen3.882 €
Bayern3.866 €
Berlin3.762 €
Mecklenburg-Vorpommern3.714 €
Brandenburg3.392 €
Thüringen3.309 €
Sachsen-Anhalt3.219 €
Sachsen3.087 €

Quelle: Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Stichtag 31.12.2025; KldB 24422, Anforderungsniveau Fachkraft. Sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigte.

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3 Stellenangebote gefunden für "Schweißer"

Berufsprofil Schweißer

Aktualisiert am 26.09.2026

Was macht ein Schweißer?

Schweißer fügen Bauteile aus Stahl, Edelstahl, Aluminium oder anderen Metallen unlösbar zusammen. Dazu schmelzen sie die Werkstoffe an der Verbindungsstelle mit einem Lichtbogen, einer Gasflamme oder anderen Energiequellen auf und bringen meist einen Zusatzwerkstoff ein. So entstehen Stahlkonstruktionen, Rohrleitungen, Behälter, Fahrzeugrahmen, Geländer oder Maschinengestelle.

„Schweißer“ ist in Deutschland kein eigener Ausbildungsberuf. Entscheidend ist die Qualifikation für bestimmte Schweißverfahren, die durch eine Schweißerprüfung nachgewiesen wird. Viele Schweißer haben eine Metallausbildung, etwa als Metallbauer, Konstruktionsmechaniker oder Anlagenmechaniker, und haben sich zusätzlich zertifizieren lassen.

Aufgaben im Arbeitsalltag

  • Vorbereitung: Zeichnungen und Schweißanweisungen lesen, Bauteile zuschneiden, Kanten anfasen und reinigen.
  • Heften und Ausrichten: Teile positionieren, fixieren und auf Maßhaltigkeit prüfen.
  • Schweißen: Nähte in unterschiedlichen Positionen setzen, etwa mit MAG-, MIG-, WIG- oder Lichtbogenhandschweißen.
  • Nacharbeiten: Nähte schleifen, Verzug richten, Oberflächen säubern.
  • Prüfen: Nähte auf Risse, Poren und Bindefehler kontrollieren und Ergebnisse dokumentieren.
  • Geräte pflegen: Schweißanlagen einstellen und warten, Gase und Zusatzwerkstoffe auswählen.

Das Einsatzfeld ist breit: In Stahl- und Metallbaubetrieben wird in der Werkstatt gefertigt und auf Baustellen montiert. Im Rohrleitungsbau für Gas, Wasser und Fernwärme sind Schweißer oft im Freien unterwegs. In der Industrie arbeiten sie in der Serienfertigung, teils auch mit Schweißrobotern, die sie programmieren und überwachen. Schutzkleidung, Schweißhelm, Absaugung und Brandschutz sind fester Bestandteil jedes Arbeitsplatzes.

Besonders anspruchsvoll sind Arbeiten an Druckbehältern, im Anlagenbau oder im Schiffbau, wo strenge Normen und Prüfungen gelten. Hier werden Nähte teilweise zerstörungsfrei mit Ultraschall oder Röntgen kontrolliert.

Ausbildung und Voraussetzungen

Ein häufiger Weg ist eine dreieinhalbjährige Ausbildung in einem Metallberuf, zum Beispiel als Konstruktionsmechaniker, Metallbauer oder Anlagenmechaniker. In diesen Ausbildungen gehört Schweißen zum Lehrplan. Für bestimmte Verfahren und Werkstoffe wird anschließend eine Schweißerprüfung abgelegt, etwa nach DIN EN ISO 9606. Lehrgänge und Prüfungen bieten Schweißtechnische Lehranstalten, Kammern und Bildungsträger an. Die Zertifikate müssen regelmäßig verlängert werden, indem der Arbeitgeber die fortlaufende Tätigkeit bestätigt oder erneut geprüft wird.

Auch Quereinsteiger ohne Metallausbildung können über Schweißlehrgänge in den Beruf finden. Solche Kurse werden häufig über einen Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters gefördert. Wichtig sind eine ruhige Hand, gutes Sehvermögen, Konzentration und körperliche Belastbarkeit, denn geschweißt wird oft in Zwangslagen, über Kopf oder in engen Räumen.

Arbeitgeber achten in Bewerbungen vor allem darauf, welche Prüfungen jemand besitzt: Verfahren, Werkstoffgruppe, Blech oder Rohr, Schweißposition und Materialdicke. Wer zum Beispiel Rohre aus Edelstahl im WIG-Verfahren in allen Positionen schweißen darf, ist für den Anlagen- und Rohrleitungsbau besonders interessant. Es lohnt sich daher, gültige Zertifikate sorgfältig aufzubewahren und im Lebenslauf konkret aufzuführen.

Weiterbildung und Karriere

Wer mehrere Verfahren und Werkstoffe beherrscht, ist besonders gefragt. Aufbauend auf die Schweißerprüfungen führt der Weg über die Qualifikationen Schweißfachmann, Schweißtechniker und Schweißfachingenieur, die international anerkannt sind und die Aufsicht über schweißtechnische Arbeiten ermöglichen. Weitere Optionen sind der Meister im Metallbauer-Handwerk, der Industriemeister Metall oder der staatlich geprüfte Techniker. Auch eine Qualifikation in der zerstörungsfreien Prüfung eröffnet neue Aufgaben in der Qualitätssicherung.

Wichtig für die eigene Gesundheit sind Schutzmaßnahmen gegen Schweißrauch, UV-Strahlung und Lärm. Arbeitgeber müssen Absaugungen, geeignete Schutzausrüstung und arbeitsmedizinische Vorsorge bereitstellen.

Arbeitsmarkt und Perspektiven

Schweißer werden im Stahl- und Metallbau, im Rohrleitungs- und Anlagenbau, im Fahrzeug- und Schienenfahrzeugbau, im Schiffbau und bei Energieprojekten gebraucht. Der Ausbau von Fernwärme- und Wasserstoffnetzen, Windkraftanlagen und Infrastruktur sorgt für Aufträge. Die Berufe im Metallbau, zu denen viele Schweißarbeiten gehören, zählen laut Fachkräfteengpassanalyse 2025 der Bundesagentur für Arbeit zu den Engpassberufen auf Fachkraftebene. Die Entwicklung des Arbeitsmarkts insgesamt zeigt die Seite zur Arbeitslosenquote.

Montagetätigkeiten mit Auswärtseinsätzen und Auslösen sind verbreitet, ebenso Beschäftigung über Zeitarbeit. Schichtarbeit gibt es vor allem in der Industrie. Aktuelle Gehaltsdaten aus dem Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit stehen oben auf dieser Seite; mit dem Brutto-Netto-Rechner berechnen Sie Ihr Nettogehalt.

Häufige Fragen

Gibt es eine Ausbildung zum Schweißer?

Eine eigene duale Ausbildung mit diesem Namen gibt es nicht. Üblich sind Metallausbildungen mit anschließender Schweißerprüfung oder Schweißlehrgänge für Quereinsteiger.

Welche Schweißverfahren sind am gefragtesten?

Sehr verbreitet ist das MAG-Schweißen im Stahlbau. WIG-Schweißen wird für Edelstahl, Aluminium und hochwertige Rohrleitungen verlangt und gilt als anspruchsvoller.

Wie lange ist eine Schweißerprüfung gültig?

Die Gültigkeit hängt von der Norm ab und muss regelmäßig bestätigt oder verlängert werden. Wer länger nicht schweißt, muss die Prüfung in der Regel wiederholen.

Kann die Agentur für Arbeit einen Schweißkurs bezahlen?

Ja, zertifizierte Lehrgänge lassen sich häufig über einen Bildungsgutschein fördern. Voraussetzung ist eine Beratung bei der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter.

Wo finde ich aktuelle Stellen als Schweißer?

Auf dieser Seite sehen Sie aktuelle Stellenangebote für Schweißer aus ganz Deutschland. Über die Ortsauswahl lassen sich die Jobs nach Städten filtern.

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