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Jobs als Versicherungskaufmann

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Versicherungskaufleute beraten Kunden zu Absicherung und Vorsorge, bearbeiten Verträge und regulieren Schäden. Der Ausbildungsberuf heißt heute Kaufmann oder Kauffrau für Versicherungen und Finanzanlagen.

Offene Stellen
0
Anforderungsniveau
Fachkraft
Berufsbereich
Finanzen & Recht

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Gehalt Versicherungskaufmann

Medianentgelt (Vollzeit, brutto/Monat) 2025

5.534 €

Spanne: 4.376 € – 6.730 € (mittlere 50 %)

Gehalt nach Bundesland und Großstadt
Hessen5.776 €
Bayern5.757 €
Hamburg5.637 €
Nordrhein-Westfalen5.579 €
Niedersachsen5.517 €
Baden-Württemberg5.501 €
Berlin5.320 €
Saarland5.287 €
Bremen5.185 €
Rheinland-Pfalz5.033 €
Sachsen4.761 €
Schleswig-Holstein4.504 €
München6.337 €
Hannover6.064 €
Köln6.014 €
Frankfurt am Main5.968 €
Stuttgart5.754 €
Düsseldorf5.648 €
Essen5.569 €
Nürnberg5.259 €
Leipzig5.201 €
Dortmund5.180 €

Quelle: Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Stichtag 31.12.2025; KldB 72132, Anforderungsniveau Fachkraft. Sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigte.

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Berufsprofil Versicherungskaufmann

Aktualisiert am 26.09.2026

Was macht ein Versicherungskaufmann?

Versicherungskaufleute sorgen dafür, dass Menschen und Unternehmen gegen Risiken abgesichert sind. Sie analysieren den Bedarf ihrer Kundinnen und Kunden, beraten zu Sach-, Haftpflicht-, Kranken- und Lebensversicherungen sowie zu Altersvorsorge und Geldanlage, erstellen Angebote und schließen Verträge ab. Tritt ein Schaden ein, prüfen sie den Fall und kümmern sich um die Regulierung.

Der offizielle Ausbildungsberuf heißt seit der Neuordnung 2022 Kaufmann bzw. Kauffrau für Versicherungen und Finanzanlagen. Die frühere Bezeichnung „Versicherungskaufmann“ ist im Sprachgebrauch und in Stellenanzeigen aber weiterhin üblich. Versicherungskaufleute arbeiten entweder im Innendienst eines Versicherungsunternehmens oder im Vertrieb, etwa als angestellte Außendienstmitarbeiter, in Agenturen, bei Maklern oder als selbstständige Vermittler.

Aufgaben im Arbeitsalltag

  • Kundenberatung: Absicherungsbedarf ermitteln, Tarife vergleichen, Angebote erstellen und Beratungsgespräche dokumentieren.
  • Vertragsbearbeitung: Anträge prüfen, Risiken einschätzen, Policen ausstellen, Verträge ändern oder kündigen.
  • Schadenregulierung: Schadenmeldungen aufnehmen, Deckung prüfen, mit Gutachtern und Werkstätten kommunizieren und Leistungen auszahlen.
  • Vorsorge und Finanzanlagen: zu Altersvorsorge, Berufsunfähigkeit und fondsgebundenen Produkten beraten.
  • Gewerbekunden: Betriebe zu Betriebshaftpflicht, Inhalts- und Cyberversicherungen sowie betrieblicher Altersversorgung beraten.
  • Vertrieb und Bestandspflege: Kunden aktiv ansprechen, Bestand betreuen, an Vertriebszielen mitarbeiten.

Im Innendienst liegt der Schwerpunkt auf Antrags-, Vertrags- und Schadenbearbeitung, Kundenservice am Telefon und per E-Mail sowie der Unterstützung des Vertriebs. Im Außendienst stehen Beratungstermine bei Kunden und die Akquise neuer Kunden im Mittelpunkt.

Ausbildung und Voraussetzungen

Die Ausbildung zum Kaufmann bzw. zur Kauffrau für Versicherungen und Finanzanlagen ist dual und dauert drei Jahre. Ausgebildet wird bei Versicherungsunternehmen, Agenturen und Maklerbetrieben, begleitet von der Berufsschule. Die Prüfung nimmt die Industrie- und Handelskammer ab. Inhalte sind unter anderem Versicherungsprodukte, Vorsorge und Finanzanlagen, Kundenberatung, Schadenbearbeitung sowie rechtliche Grundlagen. Mit Abitur ist eine Verkürzung möglich.

Der Abschluss wird als Sachkundenachweis für die Versicherungsvermittlung nach der Gewerbeordnung anerkannt. Ein bestimmter Schulabschluss ist nicht vorgeschrieben, üblich sind mittlerer Schulabschluss, Fachhochschulreife oder Abitur. Wichtig sind Kommunikationsstärke, Verkaufstalent, Einfühlungsvermögen, Zahlenverständnis und Freude an rechtlichen Fragen. Quereinsteiger können über die IHK-Sachkundeprüfung als geprüfte Versicherungsfachleute in den Vertrieb einsteigen.

Ein Vorteil des Berufs ist die große Bandbreite an Einsatzfeldern. Neben klassischen Versicherern bilden auch Makler, Vergleichsportale, Assekuradeure und Rückversicherer aus. Wer lieber analytisch arbeitet, findet Aufgaben in der Risikoprüfung, im Underwriting oder in der Schadenanalyse. Kommunikationsstarke Fachkräfte zieht es eher in den Vertrieb oder in die Maklerbetreuung, wo sie Vermittler und Geschäftspartner unterstützen.

Weiterbildung und Karriere

Die klassische Aufstiegsfortbildung ist der Fachwirt für Versicherungen und Finanzen. Darauf aufbauend führt der Versicherungsbetriebswirt der Deutschen Versicherungsakademie zu Führungsaufgaben. Spezialisierungen gibt es unter anderem in betrieblicher Altersversorgung, Kranken- und Pflegeversicherung, Gewerbe- und Industrieversicherung, Schadenmanagement, Underwriting oder Finanzanlagenvermittlung. Versicherungsvermittler sind gesetzlich zu regelmäßiger Weiterbildung verpflichtet.

Karrierewege führen zur Teamleitung im Innendienst, zur Leitung einer Agentur, in die Maklerbetreuung, ins Produktmanagement oder in Spezialfunktionen wie Risikoprüfung und Vertragsgestaltung. Mit einem Studium etwa in Versicherungswirtschaft, BWL oder Aktuarwissenschaften öffnen sich weitere Wege. Viele erfahrene Versicherungskaufleute machen sich als Versicherungsmakler oder Mehrfachagent selbstständig.

Arbeitsmarkt und Perspektiven

Die Versicherungsbranche ist ein stabiler Arbeitgeber, verändert sich aber durch Digitalisierung und Automatisierung. Einfache Sachbearbeitung wird zunehmend von Software übernommen, während Beratungskompetenz, Spezialwissen und Vertrieb an Bedeutung gewinnen. Gute Chancen haben vor allem Fachkräfte im Vertrieb, in der betrieblichen Altersversorgung, im Gewerbe- und Industriegeschäft sowie an der Schnittstelle zur IT. Viele Unternehmen bilden weiterhin aus, weil zahlreiche Beschäftigte in den Ruhestand gehen. Den allgemeinen Arbeitsmarkt zeigt die Übersicht zur Arbeitslosenquote.

Im Innendienst wird überwiegend in Gleitzeit gearbeitet, mobiles Arbeiten ist weit verbreitet. Für Versicherungsunternehmen gilt häufig der Tarifvertrag für das private Versicherungsgewerbe. Im Außendienst hängt das Einkommen stärker von Provisionen ab. Die aktuellen Gehaltsdaten aus dem Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit finden Sie oben auf dieser Seite, das Nettogehalt berechnet der Brutto-Netto-Rechner.

Häufige Fragen

Wie heißt die Ausbildung zum Versicherungskaufmann heute?

Seit der Neuordnung 2022 heißt der Beruf Kaufmann bzw. Kauffrau für Versicherungen und Finanzanlagen. Die frühere Bezeichnung lautete Kaufmann für Versicherungen und Finanzen, umgangssprachlich Versicherungskaufmann.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Die duale Ausbildung dauert drei Jahre. Mit Abitur oder guten Leistungen kann sie verkürzt werden.

Innendienst oder Außendienst – was ist der Unterschied?

Im Innendienst bearbeiten Versicherungskaufleute Anträge, Verträge und Schäden und betreuen Kunden telefonisch oder digital. Im Außendienst beraten sie Kunden vor Ort und gewinnen Neukunden; das Einkommen enthält dort oft einen höheren variablen Anteil.

Kann ich ohne Ausbildung Versicherungen verkaufen?

Wer gewerbsmäßig Versicherungen vermitteln will, braucht eine Erlaubnis und einen Sachkundenachweis. Ohne kaufmännische Ausbildung ist das über die IHK-Sachkundeprüfung zum geprüften Versicherungsfachmann bzw. zur Versicherungsfachfrau möglich.

Wo finde ich aktuelle Stellen als Versicherungskaufmann?

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