Arbeitsmarkt Kiel im Überblick
Die Landeshauptstadt Schleswig-Holsteins ist eng mit dem Meer verbunden – wirtschaftlich wie kulturell. Die Kieler Förde ist Standort traditionsreicher Werften, eines großen Marinestützpunkts, eines lebhaften Fährhafens und einer international angesehenen Meeresforschung. Gleichzeitig ist Kiel als Sitz von Landesregierung, Landtag und zahlreichen Behörden ein wichtiger Standort des öffentlichen Dienstes.
Ein Schwerpunkt ist der Marineschiffbau. thyssenkrupp Marine Systems baut in Kiel U-Boote und ist einer der größten industriellen Arbeitgeber der Stadt; auf dem benachbarten Werftgelände arbeitet German Naval Yards. Mit Raytheon Anschütz sitzt ein Spezialist für Navigations- und Brückensysteme in der Stadt. Rund um Werften und Marine haben sich Ingenieurbüros, Zulieferer und maritime Dienstleister angesiedelt, die Fachkräfte aus Elektrotechnik, Maschinenbau, Schweißtechnik und IT suchen. Der Fährverkehr nach Skandinavien und das Kreuzfahrtgeschäft sorgen zusätzlich für Arbeitsplätze in Hafen, Logistik und Tourismus.
Die Christian-Albrechts-Universität, die Fachhochschule Kiel und die Muthesius Kunsthochschule machen Kiel zur größten Hochschulstadt des Landes. Mit dem GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung ist die Stadt ein weltweit bekanntes Zentrum der Meereswissenschaften. Viele Beschäftigte pendeln aus den Kreisen Plön und Rendsburg-Eckernförde ein, etwa aus Rendsburg. Aktuelle Zahlen finden Sie in der Arbeitsmarktstatistik für Kiel und im Vergleich mit Schleswig-Holstein.
Wichtige Branchen und Arbeitgeber
- Schiffbau und maritime Technik: thyssenkrupp Marine Systems, German Naval Yards, Raytheon Anschütz
- Gesundheit: Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (Campus Kiel), Städtisches Krankenhaus Kiel
- Wissenschaft: Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Fachhochschule Kiel, GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung
- Hafen und Verkehr: SEEHAFEN KIEL, Kieler Verkehrsgesellschaft
- Öffentlicher Dienst: Landesregierung und Landesbehörden Schleswig-Holstein, Landeshauptstadt Kiel, Bundeswehr (Marine)
Tipps für die Jobsuche in Kiel
Die Agentur für Arbeit Kiel berät Arbeitsuchende zu Stellen, Ausbildung und Weiterbildung. Wer Bürgergeld bezieht, wird vom Jobcenter Kiel betreut, das mehrere Standorte im Stadtgebiet hat. Besonders in technischen Berufen lohnt sich die Frage nach Anpassungsqualifizierungen, denn Werften und Zulieferer suchen häufig Fachkräfte mit speziellen Zertifikaten, etwa für Schweißverfahren.
Bei Stellen im Marineschiffbau und bei Behörden kann eine Sicherheitsüberprüfung erforderlich sein, die Zeit in Anspruch nimmt – planen Sie das bei Ihrer Bewerbung mit ein. Universität und Fachhochschule veranstalten Karrieremessen, bei denen sich auch Unternehmen aus der maritimen Wirtschaft und der Landesverwaltung vorstellen. Für den öffentlichen Dienst werden viele Stellen über das Karriereportal des Landes ausgeschrieben.
Die Mieten in Kiel sind im Vergleich zu Hamburg moderat, in Uninähe und in beliebten Stadtteilen wie Düsternbrook oder am Blücherplatz aber gestiegen. Busse der Kieler Verkehrsgesellschaft und die Fördefähren verbinden die beiden Ufer, und Regionalzüge bringen Pendler nach Neumünster, Rendsburg oder Hamburg. Wer am Ostufer arbeitet, etwa auf den Werften, sollte die Fährverbindungen als schnelle Alternative prüfen.