Arbeitsmarkt Neuwied im Überblick
Neuwied liegt am rechten Rheinufer gegenüber von Koblenz und ist die größte Stadt des gleichnamigen Landkreises. Gegründet als planmäßig angelegte Residenzstadt, die religiös Verfolgten Zuflucht bot, hat sich Neuwied früh zu einem Gewerbe- und Industriestandort entwickelt. Heute prägen Medizin- und Hygieneprodukte, Maschinenbau, Metallverarbeitung, Baustoffe und Logistik den Arbeitsmarkt. Die Lage an Rhein, Bahnlinie und Bundesstraßen begünstigt Produktion und Warenverkehr.
Zu den wichtigsten Arbeitgebern zählt Lohmann & Rauscher, ein international tätiger Hersteller von Verbandstoffen und Medizinprodukten. Ebenfalls traditionsreich ist Winkler+Dünnebier, ein Spezialmaschinenbauer für Kuvert- und Hygieneproduktionsanlagen, der heute zur US-amerikanischen Barry-Wehmiller-Gruppe gehört. Daneben bieten Kliniken, Pflegeeinrichtungen, Handel und die öffentliche Verwaltung als Kreisstadt zahlreiche Arbeitsplätze.
Der Arbeitsmarkt ist eng mit Koblenz und dem Westerwald verflochten: Viele Neuwieder pendeln über den Rhein, und aus den Westerwaldgemeinden kommen Beschäftigte in die Stadt. Wer weiter pendeln möchte, erreicht über die rechte Rheinstrecke auch Bonn. Die aktuellen Zahlen finden Sie in der Statistik für den Kreis Neuwied und im Vergleich mit Rheinland-Pfalz.
Wichtige Branchen und Arbeitgeber
- Medizin- und Hygieneprodukte: Lohmann & Rauscher
- Maschinenbau: Winkler+Dünnebier (BW Converting)
- Gesundheit und Pflege: Krankenhäuser, Senioren- und Pflegeeinrichtungen in Stadt und Kreis
- Handel und Logistik: Einzelhandel, Großhandel und Logistikbetriebe in den Gewerbegebieten am Rhein
- Öffentlicher Dienst: Stadt Neuwied, Kreisverwaltung Neuwied
Tipps für die Jobsuche in Neuwied
Die Agentur für Arbeit Neuwied betreut Arbeitsuchende in der Stadt und im Umland und bietet Beratung zu Vermittlung, Ausbildung und Weiterbildung. Menschen im Bürgergeld-Bezug wenden sich an das Jobcenter des Landkreises Neuwied. Da viele Stellen jenseits des Rheins in Koblenz liegen, lohnt es sich, die Suche von Anfang an auf die gesamte Region auszuweiten.
Industriebetriebe suchen häufig Maschinen- und Anlagenführer, Mechatroniker, Industriemechaniker und Fachkräfte für Lagerlogistik. In Gesundheit und Pflege besteht dauerhaft Bedarf an Pflegefachkräften und Pflegehelfern. Ausbildungs- und Jobmessen in Neuwied und Koblenz sowie Tage der offenen Tür bei den Unternehmen sind gute Wege, um ins Gespräch zu kommen.
Das Mietniveau ist moderat und liegt unter dem der großen Rheinmetropolen. Innerhalb der Stadt und in den Landkreis fahren Busse, über den Rhein und nach Koblenz bestehen Bahn- und Busverbindungen. Wer in Schichtarbeit tätig ist oder in abgelegenere Gewerbegebiete pendelt, ist häufig auf das Auto angewiesen – klären Sie die Anfahrt deshalb schon vor dem Vorstellungsgespräch.
Neuwied ist außerdem Standort mehrerer Schulen, sozialer Einrichtungen und Dienstleister, die Stellen in Erziehung, Sozialarbeit und Verwaltung anbieten. Im Handwerk suchen Betriebe aus Elektrotechnik, Sanitär- und Heizungsbau sowie dem Bauhauptgewerbe regelmäßig Gesellen und Auszubildende. Wer sich beruflich neu orientieren möchte, kann sich über Umschulungen und Teilqualifizierungen informieren, die gerade in technischen Berufen gute Chancen eröffnen. Hilfreich ist zudem, lokale Netzwerke zu nutzen: In einer mittelgroßen Stadt wie Neuwied werden viele Stellen über Empfehlungen, Aushänge und regionale Medien besetzt.