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Jobs als Fachkraft für Schutz und Sicherheit

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Fachkräfte für Schutz und Sicherheit schützen Gebäude, Werte, Veranstaltungen und Menschen. Die dreijährige Ausbildung ist der anerkannte Berufsabschluss im Sicherheitsgewerbe.

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Fachkraft
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Dienstleistung

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Gehalt Fachkraft für Schutz und Sicherheit

Medianentgelt (Vollzeit, brutto/Monat) 2025

3.533 €

Spanne: 2.925 € – 4.243 € (mittlere 50 %)

Gehalt nach Bundesland und Großstadt
Bayern3.888 €
Schleswig-Holstein3.855 €
Rheinland-Pfalz3.831 €
Baden-Württemberg3.777 €
Niedersachsen3.749 €
Hessen3.711 €
Nordrhein-Westfalen3.517 €
Saarland3.511 €
Berlin3.482 €
Hamburg3.324 €
Mecklenburg-Vorpommern3.177 €
Sachsen-Anhalt3.109 €
Sachsen3.018 €
Bremen2.978 €
Brandenburg2.963 €
Thüringen2.935 €
Stuttgart4.295 €
Düsseldorf4.001 €
München3.863 €
Köln3.759 €
Nürnberg3.601 €
Frankfurt am Main3.546 €
Hannover3.441 €
Dortmund3.342 €
Essen3.247 €
Dresden3.094 €
Leipzig2.945 €

Quelle: Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Stichtag 31.12.2025; KldB 53112, Anforderungsniveau Fachkraft. Sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigte.

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Berufsprofil Fachkraft für Schutz und Sicherheit

Aktualisiert am 26.09.2026

Was macht eine Fachkraft für Schutz und Sicherheit?

Fachkräfte für Schutz und Sicherheit sorgen dafür, dass Menschen, Gebäude und Sachwerte geschützt sind. Sie bewachen Unternehmen, Industrieanlagen, Behörden, Kliniken und Einkaufszentren, kontrollieren Zugänge, führen Streifengänge durch, überwachen Alarm- und Videoanlagen in Sicherheitsleitstellen und reagieren auf Störungen und Notfälle. Außerdem planen sie Sicherheitsmaßnahmen für Veranstaltungen, begleiten Werttransporte oder schützen Personen.

Anders als angelernte Sicherheitsmitarbeiter verfügen sie über eine umfassende Ausbildung in Recht, Sicherheitstechnik, Gefahrenabwehr, Kommunikation und Wirtschaftlichkeit. Deshalb übernehmen sie häufig anspruchsvollere Aufgaben, etwa als Schichtführer, in der Einsatzplanung oder in der Beratung von Kunden.

Aufgaben im Arbeitsalltag

  • Objektschutz: Gebäude und Gelände bewachen, Kontrollgänge durchführen, Türen, Fenster und Anlagen prüfen.
  • Empfang und Zutrittskontrolle: Besucher empfangen, Ausweise prüfen, Schlüssel und Zutrittsberechtigungen verwalten.
  • Leitstelle: Einbruch-, Brand- und Störmeldeanlagen sowie Kameras überwachen, Einsätze koordinieren.
  • Veranstaltungsschutz: Einlasskontrollen durchführen, Besucherströme lenken, bei Konflikten deeskalieren.
  • Gefahrenabwehr: Bei Bränden, Unfällen oder Straftaten Erste Hilfe leisten, Polizei und Feuerwehr alarmieren, Räumungen unterstützen.
  • Planung und Dokumentation: Sicherheitskonzepte mitgestalten, Dienstpläne erstellen, Vorfälle protokollieren.

Da Schutz rund um die Uhr gebraucht wird, arbeiten Sicherheitskräfte im Schichtdienst, oft auch nachts, an Wochenenden und Feiertagen. Die Einsatzorte reichen vom Pförtnerhaus eines Industriebetriebs über den Flughafen bis zum Stadion. Neben Aufmerksamkeit und Verantwortungsbewusstsein sind Kommunikationsfähigkeit und Ruhe in Stresssituationen entscheidend, denn in vielen Situationen hilft ein klares, freundliches Wort mehr als jede Maßnahme.

Die Rechte von Sicherheitskräften sind begrenzt: Sie handeln auf Grundlage des Hausrechts ihres Auftraggebers und der sogenannten Jedermannsrechte, etwa Notwehr oder vorläufige Festnahme. Polizeiliche Befugnisse haben sie nicht. Die Ausbildung vermittelt deshalb ausführlich, was erlaubt ist und was nicht.

Ausbildung und Voraussetzungen

Die duale Ausbildung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit dauert drei Jahre und endet mit einer Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer. Daneben gibt es die zweijährige Ausbildung zur Servicekraft für Schutz und Sicherheit, die auf die dreijährige Ausbildung angerechnet werden kann.

Wer ohne diese Ausbildung im Bewachungsgewerbe arbeiten möchte, benötigt nach § 34a Gewerbeordnung mindestens eine Unterrichtung durch die Industrie- und Handelskammer. Für bestimmte Tätigkeiten ist die Sachkundeprüfung nach § 34a GewO vorgeschrieben, zum Beispiel für Kontrollgänge im öffentlichen Verkehrsraum, den Schutz vor Ladendieben, die Bewachung von Eingängen bei Diskotheken sowie leitende Funktionen bei der Bewachung von Unterkünften für Geflüchtete oder von zugangsgeschützten Großveranstaltungen. Der Abschluss als Fachkraft oder Servicekraft für Schutz und Sicherheit wird als gleichwertiger Nachweis anerkannt.

Alle Beschäftigten im Bewachungsgewerbe werden im Bewacherregister erfasst und von der zuständigen Behörde auf ihre Zuverlässigkeit überprüft. Voraussetzung ist deshalb ein einwandfreies Führungszeugnis. Gefragt sind außerdem körperliche Fitness, gute Deutschkenntnisse, Verantwortungsbewusstsein, Menschenkenntnis und Durchsetzungsvermögen. Für bestimmte Einsätze kommen Zusatzqualifikationen hinzu, etwa in Erster Hilfe, Brandschutz, als Luftsicherheitsassistent am Flughafen oder für das Führen von Waffen.

Weiterbildung und Karriere

Mit Erfahrung übernehmen Fachkräfte die Funktion als Schicht- oder Objektleiter und führen Teams. Die klassische Aufstiegsfortbildung ist der Geprüfte Meister für Schutz und Sicherheit, der zur Leitung größerer Einsätze und Niederlassungen qualifiziert. Weitere Spezialisierungen sind Personenschutz, Leitstellentechnik, Brandschutzhelfer, Revierdienst oder Werttransport. Mit Hochschulzugang ist ein Studium im Sicherheitsmanagement möglich, das auf Führungspositionen in Unternehmenssicherheit und Beratung vorbereitet.

Arbeitsmarkt und Perspektiven

Die Nachfrage nach Sicherheitsdienstleistungen ist in den vergangenen Jahren gewachsen – etwa für Unternehmen, kritische Infrastrukturen, Flughäfen, Bahnhöfe, Kliniken, Veranstaltungen und öffentliche Einrichtungen. Viele Sicherheitsunternehmen suchen fortlaufend Personal. Ausgebildete Fachkräfte haben dabei deutlich bessere Aufstiegs- und Verdienstchancen als angelernte Kräfte. Für Arbeitsuchende und Quereinsteiger ist die Branche ein möglicher Einstieg in stabile Beschäftigung. Wie sich der Arbeitsmarkt allgemein entwickelt, zeigt die Seite zur Arbeitslosenquote.

Für das Wach- und Sicherheitsgewerbe gelten Tarifverträge mit regional unterschiedlichen Entgeltgruppen; Zuschläge für Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit sind üblich. Die aktuellen Gehaltsdaten aus dem Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit finden Sie oben auf dieser Seite, das Nettoeinkommen berechnet der Brutto-Netto-Rechner.

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Ausbildung?

Die Ausbildung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit dauert drei Jahre, die zur Servicekraft für Schutz und Sicherheit zwei Jahre.

Was ist der Unterschied zwischen Unterrichtung und Sachkundeprüfung?

Die Unterrichtung nach § 34a GewO ist ein Lehrgang ohne Prüfung und Mindestvoraussetzung für einfache Bewachungstätigkeiten. Die Sachkundeprüfung ist eine Prüfung vor der IHK und für bestimmte, verantwortungsvollere Tätigkeiten vorgeschrieben.

Brauche ich mit Ausbildung noch die Sachkundeprüfung?

Nein. Der Abschluss als Fachkraft oder Servicekraft für Schutz und Sicherheit wird als Nachweis anerkannt.

Dürfen Sicherheitskräfte Personen festhalten?

Nur im Rahmen der Jedermannsrechte, etwa bei einer auf frischer Tat ertappten Person bis zum Eintreffen der Polizei. Polizeiliche Befugnisse haben private Sicherheitskräfte nicht.

Wo finde ich aktuelle Stellen im Sicherheitsdienst?

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