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Jobs als Lehrer

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Lehrerinnen und Lehrer unterrichten, erziehen und begleiten Kinder und Jugendliche an Grund-, weiterführenden, Förder- und Berufsschulen. Der Weg führt meist über Lehramtsstudium und Referendariat.

Offene Stellen
0
Anforderungsniveau
Experte
Berufsbereich
Soziales & Bildung

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Gehalt Lehrer

Medianentgelt (Vollzeit, brutto/Monat) 2025

5.702 €

Spanne: 4.761 € – 6.917 € (mittlere 50 %)

Gehalt nach Bundesland und Großstadt
Sachsen6.830 €
Bayern6.345 €
Berlin6.138 €
Mecklenburg-Vorpommern6.127 €
Sachsen-Anhalt5.788 €
Nordrhein-Westfalen5.682 €
Niedersachsen5.454 €
Hessen5.343 €
Rheinland-Pfalz5.307 €
Schleswig-Holstein5.302 €
Hamburg5.205 €
Thüringen5.082 €
Bremen4.976 €
Baden-Württemberg4.969 €
Brandenburg4.838 €
Leipzig6.387 €
München6.234 €
Dresden6.223 €
Düsseldorf5.934 €
Köln5.435 €

Quelle: Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Stichtag 31.12.2025; KldB 84124, Anforderungsniveau Experte. Sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigte.

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Berufsprofil Lehrer

Aktualisiert am 26.09.2026

Was macht ein Lehrer?

Lehrerinnen und Lehrer vermitteln Wissen und Kompetenzen in ihren Unterrichtsfächern und begleiten Kinder und Jugendliche in ihrer persönlichen Entwicklung. Sie planen Unterricht, gestalten Lernprozesse, bewerten Leistungen, beraten Eltern und Schüler und arbeiten im Kollegium an der Schulentwicklung mit. Damit haben sie neben dem Bildungsauftrag auch einen Erziehungsauftrag.

Je nach Schulart unterscheiden sich die Aufgaben deutlich. In der Grundschule unterrichten Lehrkräfte oft mehrere Fächer und legen die Grundlagen im Lesen, Schreiben und Rechnen. In der Sekundarstufe an Haupt-, Real-, Gesamt- und Gemeinschaftsschulen oder Gymnasien sind sie Fachlehrkräfte für meist zwei Fächer. An Förderschulen und im inklusiven Unterricht arbeiten Sonderpädagogen, an berufsbildenden Schulen Lehrkräfte für berufliche Fachrichtungen und allgemeinbildende Fächer. Schule ist in Deutschland Ländersache, deshalb unterscheiden sich Lehrpläne, Ausbildung und Beschäftigungsbedingungen je nach Bundesland.

Aufgaben im Arbeitsalltag

  • Unterricht: Stunden und Unterrichtsreihen planen, abwechslungsreich unterrichten, Lernmaterial und digitale Medien einsetzen.
  • Leistungsbewertung: Klassenarbeiten und Klausuren erstellen und korrigieren, mündliche Leistungen beurteilen, Zeugnisse schreiben.
  • Individuelle Förderung: unterschiedliche Lernstände berücksichtigen, Kinder mit Förderbedarf unterstützen, Begabungen fördern.
  • Erziehung und Beratung: Konflikte lösen, Klassengemeinschaft stärken, Eltern- und Schülergespräche führen, zu Schullaufbahn und Berufswahl beraten.
  • Klassenleitung: Klassenfahrten, Elternabende und Zusammenarbeit mit Schulsozialarbeit organisieren.
  • Schulentwicklung: in Konferenzen, Fachgruppen und Projekten mitarbeiten, Aufsichten übernehmen, sich fortbilden.

Die Unterrichtsverpflichtung ist nur ein Teil der Arbeitszeit. Vorbereitung, Korrekturen, Konferenzen und Elterngespräche finden häufig am Nachmittag, am Abend oder in den Ferien statt. In Ganztagsschulen sind Lehrkräfte zudem stärker in Nachmittagsangebote eingebunden.

Ausbildung und Voraussetzungen

Der reguläre Weg ist zweiphasig. Zuerst folgt ein Lehramtsstudium an einer Universität oder Pädagogischen Hochschule für eine bestimmte Schulart, in der Regel mit zwei Unterrichtsfächern sowie Bildungswissenschaften und Praxisphasen. Es schließt je nach Land mit dem Ersten Staatsexamen oder einem lehramtsbezogenen Master ab. Danach kommt der Vorbereitungsdienst (Referendariat), der je nach Land und Lehramt meist zwischen zwölf und 24 Monaten dauert. Referendarinnen und Referendare unterrichten an einer Ausbildungsschule, besuchen Seminare und legen am Ende die Zweite Staatsprüfung ab.

Wegen des Lehrkräftemangels haben alle Länder zusätzliche Wege geschaffen. Beim Quereinstieg absolvieren Hochschulabsolventen mit einem fachlich passenden Master oder Diplom ohne Lehramtsstudium direkt das Referendariat, teilweise mit berufsbegleitender Nachqualifizierung. Beim Seiteneinstieg unterrichten sie sofort und qualifizieren sich parallel pädagogisch weiter. Besonders gefragt sind dabei Mangelfächer und Schularten mit großem Bedarf. Einige Länder haben zudem duale Lehramtsstudiengänge oder Ein-Fach-Lehrkräfte eingeführt.

Wichtige Voraussetzungen sind Fachkompetenz, Freude an der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, Kommunikationsstärke, Durchsetzungsvermögen, Geduld und Belastbarkeit.

Weiterbildung und Karriere

Lehrkräfte sind zu regelmäßiger Fortbildung verpflichtet. Angeboten werden Fortbildungen zu digitalen Medien, Inklusion, Deutsch als Zweitsprache, Klassenführung oder neuen Lehrplänen. Über Zertifikatskurse oder Erweiterungsprüfungen können Lehrkräfte ein zusätzliches Unterrichtsfach erwerben.

Beförderungsämter gibt es etwa als Fachleitung, Koordinator, Seminarleitung in der Lehrkräfteausbildung, stellvertretende Schulleitung und Schulleitung. Weitere Wege führen in die Schulaufsicht, die Landesinstitute für Lehrerbildung, die Kultusverwaltung oder in die Beratung, etwa als Beratungslehrkraft oder Schulpsychologe mit entsprechendem Studium.

Arbeitsmarkt und Perspektiven

In vielen Bundesländern fehlen Lehrkräfte. Besonders groß ist der Bedarf an Grundschulen, Förderschulen, berufsbildenden Schulen sowie in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und weiteren Mangelfächern. Regional ist die Lage unterschiedlich: Ländliche Regionen und bestimmte Schularten suchen stärker als beliebte Universitätsstädte oder Gymnasien in manchen Fächerkombinationen. Wer flexibel bei Ort und Schulart ist, hat sehr gute Einstellungschancen. Einen Überblick über den Gesamtarbeitsmarkt bietet die Seite zur Arbeitslosenquote.

Die meisten Lehrkräfte arbeiten an öffentlichen Schulen, in fast allen Ländern im Beamtenverhältnis, teils als Tarifbeschäftigte nach TV-L. Hinzu kommen Privat- und Ersatzschulen, internationale Schulen, Volkshochschulen und Bildungsträger. Die Besoldung richtet sich nach Land und Lehramt. Die aktuellen Gehaltsdaten aus dem Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, die sich auf sozialversicherungspflichtig Beschäftigte beziehen, finden Sie oben auf dieser Seite; das Nettogehalt berechnet der Brutto-Netto-Rechner.

Häufige Fragen

Wie lange dauert es, Lehrer zu werden?

Das Lehramtsstudium dauert je nach Schulart in der Regel sieben bis zehn Semester. Hinzu kommt das Referendariat mit meist zwölf bis 24 Monaten. Insgesamt sind es damit oft sechs bis sieben Jahre.

Kann man ohne Lehramtsstudium Lehrer werden?

Ja, über den Quer- oder Seiteneinstieg. Voraussetzung ist meist ein Hochschulabschluss, aus dem sich mindestens ein Unterrichtsfach ableiten lässt. Die Regeln legt jedes Bundesland selbst fest.

Werden Lehrer verbeamtet?

In fast allen Bundesländern werden Lehrkräfte bei Erfüllung der Voraussetzungen verbeamtet, etwa zur Altersgrenze und gesundheitlichen Eignung. Andernfalls erfolgt eine Anstellung nach Tarifvertrag.

Was ist das Referendariat?

Der Vorbereitungsdienst ist die praktische zweite Ausbildungsphase. Referendare unterrichten an einer Schule, werden in Seminaren ausgebildet und schließen mit der Zweiten Staatsprüfung ab.

Wo finde ich aktuelle Stellen als Lehrer?

Auf dieser Seite sehen Sie aktuelle Stellenangebote für Lehrkräfte, vor allem an privaten Schulen und bei Bildungsträgern. Stellen im öffentlichen Schuldienst werden zusätzlich über die Einstellungsportale der Länder vergeben.

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