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Jobs als Verwaltungsfachangestellter

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Verwaltungsfachangestellte bearbeiten Anträge, beraten Bürgerinnen und Bürger und setzen Gesetze und Verordnungen in Behörden um – in Rathäusern, Landesämtern, Bundesbehörden und Kammern.

Offene Stellen
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Anforderungsniveau
Fachkraft
Berufsbereich
Büro & Verwaltung

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Gehalt Verwaltungsfachangestellter

Medianentgelt (Vollzeit, brutto/Monat) 2025

4.447 €

Spanne: 3.975 € – 5.284 € (mittlere 50 %)

Gehalt nach Bundesland und Großstadt
Schleswig-Holstein4.687 €
Hessen4.656 €
Nordrhein-Westfalen4.603 €
Saarland4.552 €
Rheinland-Pfalz4.449 €
Baden-Württemberg4.437 €
Berlin4.423 €
Niedersachsen4.412 €
Bayern4.389 €
Sachsen-Anhalt4.324 €
Brandenburg4.305 €
Mecklenburg-Vorpommern4.257 €
Bremen4.223 €
Hamburg4.214 €
Sachsen4.212 €
Thüringen4.109 €
Dortmund4.903 €
Frankfurt am Main4.753 €
Essen4.709 €
München4.621 €
Düsseldorf4.543 €
Köln4.532 €
Stuttgart4.458 €
Nürnberg4.339 €
Hannover4.333 €
Leipzig4.207 €
Dresden4.151 €

Quelle: Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Stichtag 31.12.2025; KldB 73202, Anforderungsniveau Fachkraft. Sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigte.

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Berufsprofil Verwaltungsfachangestellter

Aktualisiert am 26.09.2026

Was macht ein Verwaltungsfachangestellter?

Verwaltungsfachangestellte sind die Fachkräfte des öffentlichen Dienstes. Sie arbeiten in Kommunalverwaltungen, Landes- und Bundesbehörden, bei Kirchenverwaltungen sowie bei Handwerkskammern und Industrie- und Handelskammern. Dort bearbeiten sie Anträge, erlassen Bescheide, beraten Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen, verwalten Haushaltsmittel und wirken an Verwaltungsverfahren mit – vom Einwohnermeldeamt über die Kfz-Zulassung bis zum Sozialamt oder zur Personalabteilung einer Behörde.

Grundlage ihrer Arbeit sind Gesetze, Verordnungen und Satzungen, die sie korrekt und bürgernah anwenden. Verwaltungsfachangestellte sind in der Regel Tarifbeschäftigte, keine Beamten. Sie übernehmen aber vielfach vergleichbare Aufgaben wie Beamtinnen und Beamte des mittleren Dienstes und können sich bis in Positionen des gehobenen Dienstes weiterqualifizieren.

Aufgaben im Arbeitsalltag

  • Antragsbearbeitung: Anträge prüfen, Sachverhalte ermitteln, Rechtsgrundlagen anwenden und Bescheide erstellen.
  • Bürgerservice: Menschen persönlich, telefonisch und digital beraten, Auskünfte erteilen und Dokumente ausstellen.
  • Haushalt und Finanzen: Haushaltsmittel bewirtschaften, Rechnungen anweisen, Gebühren und Beiträge festsetzen.
  • Personalwesen: in Personalabteilungen Stellenbesetzungen, Verträge und Personalakten bearbeiten.
  • Ordnungs- und Sozialverwaltung: Gewerbe-, Melde-, Ausländer-, Sozial- oder Wohngeldangelegenheiten bearbeiten.
  • Gremienarbeit und Organisation: Sitzungen von Ausschüssen und Räten vorbereiten, Protokolle führen, Vorlagen schreiben.

Welche Aufgaben im Vordergrund stehen, hängt stark von der Behörde und dem Fachbereich ab. Viele Verwaltungsfachangestellte arbeiten an einem festen Arbeitsplatz im Amt, einige haben Außentermine, etwa in der Bauaufsicht oder im Ordnungsamt. Die Digitalisierung der Verwaltung mit Online-Anträgen und elektronischer Akte verändert die Arbeit derzeit spürbar.

Ausbildung und Voraussetzungen

Die Ausbildung ist dual und dauert drei Jahre. Gelernt wird in einer Behörde, an der Berufsschule und in dienstbegleitenden Lehrgängen, etwa an Verwaltungsschulen oder Studieninstituten. Es gibt fünf Fachrichtungen: Bundesverwaltung, Landesverwaltung, Kommunalverwaltung, Kirchenverwaltung sowie Handwerksorganisation und Industrie- und Handelskammern. Inhalte sind unter anderem Verwaltungsrecht, Staats- und Verfassungsrecht, Haushaltsrecht, Personalwesen und Bürgerkommunikation. Die Ausbildungsvergütung richtet sich nach dem Tarifvertrag für Auszubildende im öffentlichen Dienst.

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben, Behörden stellen jedoch meist Bewerberinnen und Bewerber mit mittlerem Schulabschluss oder Abitur ein. Häufig gibt es ein Auswahlverfahren mit schriftlichem Test und Vorstellungsgespräch. Gefragt sind Interesse an Recht und Gesellschaft, sorgfältiges und strukturiertes Arbeiten, gute Deutschkenntnisse, Kommunikationsstärke, Freundlichkeit im Umgang mit Menschen und ein sicherer Umgang mit dem Computer.

Wer eine Beamtenlaufbahn anstrebt, kann alternativ den Vorbereitungsdienst für den mittleren Dienst oder mit Abitur ein duales Studium für den gehobenen Dienst an einer Verwaltungshochschule absolvieren.

Weiterbildung und Karriere

Die klassische Aufstiegsfortbildung ist der Verwaltungsfachwirt, in vielen Ländern auch als Angestelltenlehrgang II bezeichnet. Er qualifiziert für Tätigkeiten, die dem gehobenen Dienst entsprechen, etwa als Sachgebietsleitung. Darauf aufbauend kann ein Studium zum Beispiel in Public Management oder Verwaltungswissenschaften folgen, oft berufsbegleitend. Mit entsprechender Eignung und Altersgrenze ist in manchen Fällen der Wechsel in ein Beamtenverhältnis möglich.

Daneben gibt es zahlreiche fachliche Fortbildungen, etwa in Vergaberecht, Haushaltswesen, Personalmanagement, Digitalisierung und E-Government, Datenschutz oder Führung. Karrierewege führen zur Teamleitung, Sachgebietsleitung, in Stabsstellen oder in spezialisierte Bereiche wie Personal, Finanzen oder IT-Koordination.

Arbeitsmarkt und Perspektiven

Der öffentliche Dienst steht vor einem großen Generationenwechsel: In den kommenden Jahren gehen sehr viele Beschäftigte in den Ruhestand. Kommunen, Länder und Bund suchen deshalb verstärkt Nachwuchs und bilden intensiv aus. Hinzu kommen neue Aufgaben durch Digitalisierung, Klimaschutz und Sozialgesetzgebung. Für ausgebildete Verwaltungsfachangestellte sind die Beschäftigungsaussichten entsprechend gut, der Arbeitsplatz gilt als sicher. Einen Überblick über den Gesamtarbeitsmarkt gibt die Seite zur Arbeitslosenquote.

Die Bezahlung richtet sich nach dem TVöD bei Bund und Kommunen oder nach dem TV-L in den Ländern, in Kirchen nach eigenen Regelungen. Geregelte Arbeitszeiten, Gleitzeit, gute Teilzeitmöglichkeiten, mobiles Arbeiten in vielen Behörden sowie eine betriebliche Zusatzversorgung machen den Beruf attraktiv. Die aktuellen Gehaltsdaten aus dem Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit finden Sie oben auf dieser Seite, was netto übrig bleibt, berechnet der Brutto-Netto-Rechner.

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten?

Die duale Ausbildung dauert drei Jahre. Mit Abitur oder guten Leistungen ist eine Verkürzung auf Antrag möglich.

Sind Verwaltungsfachangestellte Beamte?

Nein, sie sind Tarifbeschäftigte im öffentlichen Dienst. Beamte durchlaufen einen eigenen Vorbereitungsdienst. In der Praxis arbeiten beide Gruppen oft Seite an Seite an vergleichbaren Aufgaben.

Welche Fachrichtungen gibt es?

Bundesverwaltung, Landesverwaltung, Kommunalverwaltung, Kirchenverwaltung sowie Handwerksorganisation und Industrie- und Handelskammern. Die Fachrichtung ergibt sich aus der ausbildenden Behörde.

Was ist der Verwaltungsfachwirt?

Eine berufsbegleitende Aufstiegsfortbildung für Verwaltungsfachangestellte mit Berufserfahrung. Sie qualifiziert für höherwertige Tätigkeiten, die dem gehobenen Dienst vergleichbar sind.

Wo finde ich aktuelle Stellen als Verwaltungsfachangestellter?

Auf dieser Seite sehen Sie aktuelle Stellenangebote für Verwaltungsfachangestellte aus ganz Deutschland. Viele Behörden veröffentlichen ihre Stellen zusätzlich auf eigenen Karriereportalen und in Stellenbörsen für den öffentlichen Dienst.

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