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Jobs als Berufskraftfahrer

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Berufskraftfahrerinnen und Berufskraftfahrer transportieren Güter mit dem Lkw im Nah- und Fernverkehr. Der Beruf gehört laut Bundesagentur für Arbeit zu den Engpassberufen.

Offene Stellen
4
Anforderungsniveau
Fachkraft
Berufsbereich
Logistik & Verkehr

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Gehalt Berufskraftfahrer

Medianentgelt (Vollzeit, brutto/Monat) 2025

3.196 €

Spanne: 2.743 € – 3.787 € (mittlere 50 %)

Gehalt nach Bundesland und Großstadt
Rheinland-Pfalz3.386 €
Baden-Württemberg3.368 €
Berlin3.338 €
Nordrhein-Westfalen3.280 €
Bayern3.267 €
Saarland3.236 €
Niedersachsen3.212 €
Hessen3.198 €
Schleswig-Holstein3.197 €
Hamburg3.187 €
Sachsen-Anhalt3.028 €
Bremen2.977 €
Thüringen2.975 €
Mecklenburg-Vorpommern2.960 €
Brandenburg2.910 €
Sachsen2.866 €
Frankfurt am Main3.949 €
München3.824 €
Stuttgart3.759 €
Düsseldorf3.585 €
Hannover3.524 €
Köln3.492 €
Dortmund3.255 €
Essen3.251 €
Dresden2.975 €
Nürnberg2.944 €
Leipzig2.941 €

Quelle: Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Stichtag 31.12.2025; KldB 52122, Anforderungsniveau Fachkraft. Sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigte.

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4 Stellenangebote gefunden für "Berufskraftfahrer"

Berufsprofil Berufskraftfahrer

Aktualisiert am 26.09.2026

Was macht ein Berufskraftfahrer?

Berufskraftfahrerinnen und Berufskraftfahrer im Güterverkehr bringen Waren mit dem Lkw von A nach B – Lebensmittel zu Supermärkten, Baustoffe auf Baustellen, Bauteile in Fabriken oder Paletten zwischen Logistikzentren. Sie sind für das Fahrzeug, die Ladung und die pünktliche Zustellung verantwortlich. Ohne sie würde die Versorgung in Deutschland nicht funktionieren, denn der Großteil der Güter wird auf der Straße transportiert.

Das Einsatzspektrum ist breit: Im Nahverkehr fahren Kraftfahrer tägliche Touren und sind abends zu Hause, im Fernverkehr sind sie mehrere Tage oder die ganze Woche unterwegs. Daneben gibt es Spezialisierungen wie Tank-, Kühl-, Silo-, Schwertransport- oder Baustellenverkehr sowie die Werkverkehre großer Handelsketten zwischen Zentrallager und Filialen.

Aufgaben im Arbeitsalltag

  • Abfahrtkontrolle: Fahrzeug vor Fahrtantritt auf Verkehrssicherheit prüfen, Reifen, Licht, Bremsen und Kupplung kontrollieren.
  • Ladung: Be- und Entladen begleiten oder selbst übernehmen, Ladung nach Vorschrift sichern, Gewichte beachten.
  • Fahren: Touren sicher und wirtschaftlich fahren, Navigations- und Telematiksysteme nutzen.
  • Lenk- und Ruhezeiten: gesetzliche Vorgaben einhalten und mit dem digitalen Tachografen dokumentieren.
  • Papiere: Frachtbriefe, Lieferscheine und bei Bedarf Zoll- oder Gefahrgutdokumente führen.
  • Kundenkontakt: Ware übergeben, Quittungen einholen und Reklamationen aufnehmen.

Bei vielen Arbeitgebern gehört auch das Bedienen von Ladebordwand, Mitnahmestapler oder Ladekran zu den Aufgaben. Im Verteilerverkehr stehen viele Stopps am Tag an, im Fernverkehr lange Strecken auf der Autobahn und Übernachtungen im Fahrzeug. Gerade der Umgang mit Staus, engen Zeitfenstern bei der Anlieferung und wechselnden Wetterbedingungen erfordert Gelassenheit und gute Planung. Moderne Lkw sind mit Assistenzsystemen, Telematik und komfortablen Kabinen ausgestattet, trotzdem bleibt die Verantwortung für Mensch, Fahrzeug und Ladung immer beim Fahrer.

Ausbildung und Voraussetzungen

Es gibt zwei Wege in den Beruf. Der erste ist die dreijährige duale Ausbildung zum Berufskraftfahrer bzw. zur Berufskraftfahrerin. Sie umfasst den Erwerb der Führerscheinklassen C und CE, die Grundqualifikation sowie Inhalte wie Fahrzeugtechnik, Ladungssicherung, Tourenplanung und Kundenservice. Die Führerscheinkosten übernimmt in der Regel der Ausbildungsbetrieb.

Der zweite Weg führt über den Führerschein der Klasse C bzw. CE und die Grundqualifikation nach dem Berufskraftfahrerqualifikationsgesetz. Sie kann als ausführliche Prüfung oder als beschleunigte Grundqualifikation mit Unterricht und Prüfung vor der IHK erworben werden. Danach ist alle fünf Jahre eine Weiterbildung im Umfang von 35 Stunden Pflicht; sie wird mit der Schlüsselzahl 95 im Führerschein bzw. im Fahrerqualifizierungsnachweis dokumentiert. Arbeitsuchende können den Lkw-Führerschein häufig über einen Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit finanzieren.

Voraussetzungen sind neben dem Mindestalter für die jeweilige Führerscheinklasse eine ärztliche Untersuchung und ein Sehtest, Zuverlässigkeit und Konzentrationsfähigkeit. Für Gefahrguttransporte ist zusätzlich eine ADR-Bescheinigung erforderlich.

Weiterbildung und Karriere

Mit Zusatzqualifikationen wie ADR-Schein, Kran- oder Staplerschein steigen die Einsatzmöglichkeiten. Erfahrene Fahrer können als Ausbilder, Fahrlehrer oder Disponent arbeiten. Aufstiegsfortbildungen sind der Geprüfte Kraftverkehrsmeister und der Fachwirt für Güterverkehr und Logistik; beide öffnen den Weg in Fuhrparkleitung und Disposition. Manche machen sich mit einem eigenen Transportunternehmen selbstständig; dafür ist unter anderem ein Nachweis der fachlichen Eignung für den Güterkraftverkehr nötig. Andere wechseln mit dem Führerschein der Klasse D in die Personenbeförderung, etwa als Busfahrer im Linien- oder Reiseverkehr. Wer das Fahren reduzieren möchte, findet mit Logistikerfahrung auch Stellen als Fachkraft für Lagerlogistik.

Arbeitsmarkt und Perspektiven

Berufskraftfahrer sind stark gesucht. Laut Fachkräfteengpassanalyse 2025 der Bundesagentur für Arbeit gehören Berufskraftfahrerinnen und -fahrer im Güterverkehr zu den beschäftigungsstärksten Engpassberufen. Viele Fahrer erreichen in den kommenden Jahren das Rentenalter, während zu wenige nachkommen. Wer den Führerschein C/CE und die Qualifikation mitbringt, hat entsprechend gute Chancen – auch als Quereinsteiger.

Die Arbeitszeiten sind je nach Verkehr sehr unterschiedlich: Im Nahverkehr wird oft früh begonnen, im Fernverkehr ist man die Woche über unterwegs. Nacht- und Wochenendfahrten kommen in manchen Bereichen hinzu. Neben dem Grundgehalt spielen Spesen und Zuschläge eine Rolle. Aktuelle Gehaltsdaten aus dem Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit sehen Sie oben auf dieser Seite; mit dem Brutto-Netto-Rechner ermitteln Sie, was netto bleibt.

Häufige Fragen

Welchen Führerschein brauche ich als Berufskraftfahrer?

Für Lkw über 7,5 Tonnen die Klasse C, mit Anhänger die Klasse CE. Zusätzlich ist die Grundqualifikation nach dem Berufskraftfahrerqualifikationsgesetz nötig.

Was bedeutet die Schlüsselzahl 95?

Sie zeigt im Führerschein an, dass die Grundqualifikation bzw. die regelmäßige Weiterbildung erfüllt ist. Ohne gültigen Eintrag darf man nicht gewerblich Güter transportieren.

Wie oft muss ich mich weiterbilden?

Alle fünf Jahre ist eine Weiterbildung im Umfang von 35 Stunden vorgeschrieben, aufgeteilt auf mehrere Module.

Kann die Arbeitsagentur den Lkw-Führerschein bezahlen?

Ja, das ist über einen Bildungsgutschein möglich, wenn die Qualifizierung für die Arbeitsaufnahme notwendig ist. Sprechen Sie Ihre Vermittlungsfachkraft darauf an.

Wo finde ich aktuelle Stellen als Berufskraftfahrer?

Auf dieser Seite sehen Sie aktuelle Stellenangebote für Berufskraftfahrer und Lkw-Fahrer aus ganz Deutschland, filterbar nach Städten.

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